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Spiel- und Wettspielordnung des Golfclub Coburg Schloss Tambach e.V.

I.Allgemeine Regeln

1.Spielberechtigung

1.1. Für die Spielberechtigung der Mitglieder gilt die Satzung und zugehörige Mitgliederordnung.

1.2. Gäste dürfen nach Vorlage eines gültigen Mitgliedsausweises eines anerkannten Golfclubs gegen Zahlung der aktuell gültigen Gebühren die Anlage benutzen. Die Greenfeetarife werden im Internet und per Aushang bekanntgegeben.

2. Clubetikette

Es gilt uneingeschränkt Abschnitt I der offiziellen Golfregeln 2012-2015 „Etikette und Verhalten auf dem Platz“.

2.1. Übungsschwünge

Vermeiden Sie bei Übungsschwüngen jede Beschädigung des Platzes – vor allem der Abschläge- durch Herausschlagen von Grasnarben (Divots).

2.2. Grasnarben (Divots)

Sollten Sie auf einem Abschlag ein Rasenstück (Divot) herausschlagen, setzen Sie es nicht wieder ein. Man sollte jedoch die Ränder dieser Grasnarbe wieder festtreten.

Herausgeschlagene Rasenstücke auf den Fairways und Semiroughs legen Sie bitte wieder zurück und treten sie fest.

2.3. Bunker

Betreten Sie bitte Bunker stets von der flachsten bzw. niedrigsten Stelle. Ebnen und glätten Sie bitte vor Verlassen eines Bunkers alle von Ihnen verursachten Unebenheiten und Fußspuren sorgfältig mit der Harke ein. Ist eine Harke in der Nähe des Bunkers verfügbar, soll die Harke benutzt werden.

2.4. Allgemeine Schonung

Schonen Sie Neuanpflanzungen und Neueinsaaten.

2.5. Sauberkeit

Helfen Sie mit, den Golfplatz sauber zu halten. Zigarettenkippen, Bonbonpapier, Papiertaschentücher u.a. gehören in den Abfalleimer.

2.6. Sicherheit

Fliegt Ihr Ball auf Spieler/Zuschauer/Spaziergänger zu, schreien Sie laut „FORE“! Vergewissern Sie sich vor einem Schlag oder Übungsschwung, dass niemand nahe bei Ihnen oder so steht, dass ihn Schläger, Ball oder irgendetwas (wie Steine, Sand, Zweige, etc.) treffen könnte. Spielen Sie Ihren Ball bitte erst, wenn die vorausgehenden Spieler außer Reichweite sind. Bleiben Sie stets auf gleicher Höhe mit Ihren Mitspielern (Verletzungsgefahr). Platzarbeiter haben absolutes Vorrecht auf der Anlage.

2.7. Spieltempo

Im allgemeinen Interesse ist ohne Verzögerung zu spielen. Können Sie oder Ihre Spielgruppe die Position auf der Golfanlage nicht halten (vor Ihnen ist eine Golfbahn frei und hinter Ihnen wartet die Gruppe mehrfach), so lassen Sie bitte durchspielen. Stellen Sie sich an den Rand der Spielbahn und geben deutlich Zeichen. Auch Sie haben dann weniger Druck und mehr Spaß am Spiel. Spieler die einen Ball suchen, haben nachfolgenden Spielern unverzüglich ein Zeichen zum Überholen zu geben, wenn der gesuchte Ball nicht sogleich zu finden ist. Sie dürfen nicht zunächst fünf Minuten suchen, bevor Sie überholen lassen. Ihr Spiel dürfen Sie erst fortsetzen, wenn die nachfolgenden Spieler überholt haben und außer Reichweite sind.

2.8. Auf dem Grün

Auf dem Grün sollen Spieler nicht auf oder nahe bei der Puttlinie eines anderen Spielers stehen oder ihren Schatten auf die Puttlinie werfen, wenn ein anderer Spieler spielt. Alle Beschädigungen des Grüns, speziell Pitchmarken, müssen sorgfältig ausgebessert werden, unabhängig davon, von wem die Beschädigungen verursacht wurden. Gewährleisten Sie als Spieler, dass beim Ablegen von Golftaschen oder Flaggenstöcken die Grüns keine Schäden nehmen. Die Fahnenstange soll hingelegt werden, bitte nicht fallen lassen. Carts und Trolleys dürfen grundsätzlich nie auf die Vorgrüns und zwischen Bunker und Grüns gefahren werden. Nach Beendigung des Lochs ist das Grün unverzüglich zu verlassen. Scorekarten sind erst am nächsten Abschlag ausfüllen.

2.9. Kleidung

Erwünscht ist angemessene Kleidung. Nicht gestattet sind: Blue Jeans, Radlerhosen, Leggins, Herrenhemden ohne Kragen, schulterfreie Shirts, Shirts über der Hose, Kopfbedeckungen im Clubhaus. Es sind nur Golfschuhe mit Softspikes oder Gumminoppen erlaubt.

2.10. Elektronische Geräte

Die Spieler sollen sicherstellen, dass keine von ihnen auf den Platz mitgenommenen elektronischen Geräte andere Spieler stören bzw. ablenken.

2.11. Spielen mit Driving-Range Bällen

Das Spielen mit Driving-Range Bällen auf dem Golfplatz ist verboten und wird mit Platzverbot geahndet.

2.12. Golflehrer

Unsere selbständig tätigen Golflehrer besitzen ein Exklusivrecht auf der Anlage einschließlich des Übungsgeländes. Andere Personen sind zur Unterrichtserteilung nicht befugt.

2.13. Kinderwagen

Kleinkinder und Kinderwägen dürfen aus Sicherheitsgründen nicht auf den Golfplatz und das Übungsgelände mitgenommen werden.

2.14. Hunde

Das Mitführen von Hunden auf dem Golfplatz ist nicht gestattet.

2.15. Strafen für Verstoß

Befolgen Spieler die Regeln der Etikette, wird das Spiel für jeden angenehmer.

Missachtet ein Spieler fortgesetzt diese Richtlinien während einer Runde oder über einen gewissen Zeitraum, so wird die Spielleitung bzw. der Vorstand geeignete disziplinarische Maßnahmen gegen diesen Spieler veranlassen. Solche Maßnahmen können z. B. aus einem Spielverbot auf dem Platz für eine gewisse Zeit oder in einer Sperre für eine Anzahl von Wettspielen bestehen. Dies erscheint im Interesse der Mehrheit aller anderen Spieler, die Golf in Übereinstimmung mit den vorgenannten Richtlinien spielen wollen, gerechtfertigt.

Im Falle eines schwerwiegenden Verstoßes gegen die Etikette kann die Spielleitung bzw. der Vorstand einen Spieler nach Regel 33-7 disqualifizieren.

3. Platzregeln

3.1. Aus (Regel 27-1)

Aus-Grenzen sind gekennzeichnet durch weiße Pfosten und/oder weiße Pfeile oder Verbindungslinien. Sofern weiße Linien die Aus-Grenze kennzeichnen haben diese Vorrang.

3.2. Boden in Ausbesserung, ungewöhnlich beschaffener Boden (Regel 25-1)

a) Boden in Ausbesserung ist eine durch blaue Pfähle gekennzeichnete und/oder mit weißer Farbe eingekreiste Fläche. Ist beides vorhanden, gilt die Linie.

b) Erleichterung nach Regel 25-1 von Löchern, Aufgeworfenem, Laufwegen, Erdgänge grabender Tiere, Reptilien oder Vögel wird nicht gewährt, wenn lediglich die Standposition behindert ist.

c) Von jungen Bäumen (gekennzeichnet durch Pfähle) und Blumenbeeten muss Erleichterung in Anspruch genommen werden, wenn Stand und/oder Schwung behindert sind. Der Ball muss aufgenommen und in Übereinstimmung mit Regel 24-2b(I) fallen gelassen werden.

d) Auch ohne Kennzeichnung sind frisch verlegte Soden und mit Kies verfüllte Drainagen Boden in Ausbesserung.

e) Alle angelegten Ausweichgrüns gelten als Boden in Ausbesserung, von denen nicht gespielt werden darf. Es muss straflose Erleichterung nach Regel 25-1b in Anspruch genommen werden.

3.3. Eingebetteter Ball (Regel 25-2)

Die Regel 25-2 (eingebetteter Ball) wird auf das ganze Gelände (nicht die Hindernisse) ausgeweitet, d.h. ein in seinem Einschlagloch eingebetteter Ball darf aufgenommen, gereinigt und straflos so nahe wie möglich der Stelle, an der er lag, fallen gelassen werden. Der Ball muss beim Fallenlassen zum ersten Mal auf einen Teil des Platzes im Gelände auftreffen.

3.4. Hemmnisse (Regel 24)

3.3.1. Unbewegliche Hemmnisse:

a) Alle Straßen und Wege mit künstlicher Oberfläche.

b) Alle Bänke, Ballwascher, Abfallkörbe, Wetterschutzhütten, Schutzgitter, Holzbrücken und T-Pfähle für den Naturschutz.

c) Alle fest eingegrabenen Entfernungsmarkierungen, Hinweisschilder und eingebaute Sprinkler-Auslässe.

d) Elektrozäune einschl. deren Pfähle an den Platzrändern.

3.3.2. Bewegliche Hemmnisse:

a) Steine in Bunkern

b) Herausnehmbare Pfähle zur Entfernungsmarkierung

3.5. Wasserhindernisse (Regel 26)

a) Wasserhindernisse sind mit gelben Pflöcken und/oder Linien gekennzeichnet.

b) Seitliche Wasserhindernisse sind mit roten Pflöcken und/oder Linien gekennzeichnet.

Soweit Linien das Wasserhindernis kennzeichnen, haben diese Vorrang.

3.6. Spielunterbrechung

a) Signal für unverzügliches Unterbrechen des Spiels wegen Gefahr = ein langer Signalton. Das Spiel muss unverzüglich unterbrochen werden und darf erst auf Veranlassung der Spielleitung wieder aufgenommen werden.

b) Signal für normale Spielunterbrechung nach Regel 6-8.b = wiederholt drei aufeinander folgende Töne.

c) Signal für Wiederaufnahme des Spiels = wiederholt zwei kurze Signaltöne.

d) Unabhängig hiervon obliegt die Spielunterbrechung bei Blitzgefahr der Eigenverantwortung des Spielers nach Regel 6-8.a(II).

Strafe für den Verstoß: Disqualifikation

3.7. Entfernungsmarkierungen

a) Pfosten am Spielbahnrand und Markierungspunkte auf dem Fairway für 100 m (1 Ring),

150 m (2 Ringe) und 200 m (3 Ringe) bis Grünanfang.

b) Vorhandene Entfernungsangaben auf den Sprinklern beziehen sich auf den Grünanfang.

3.8. Fahnenpositionen

Jedes Grün ist in 5 Sektoren eingeteilt. Diese sind auf den Abschlagstafeln und im Birdiebook eingezeichnet. Die aktuelle Pinposition wird an der Infotafel und am Starterhaus Tee 1 und Tee 10 bekannt gegeben.

3.9. Entfernungsmessgeräte (Regel14-3 Anmerkung)

Die Benutzung von Geräten, die ausschließlich die Entfernung messen oder abschätzen, ist erlaubt. Bei Wettspielen gilt hierzu die jeweils gültige Einzelausschreibung.

3.10. Ball auf dem Grün unabsichtlich bewegt

Die Regeln 18-2, 18-3 und 20-1 werden wie folgt abgeändert. Liegt der Ball eines Spielers auf dem Grün, ist es straflos, wenn der Ball oder der Ballmarker unbeabsichtigt durch den Spieler, seinen Partner, seinen Gegner oder einen ihrer Caddies oder ihre Ausrüstung bewegt wird. Der bewegte Ball oder Ballmarker muss, wie in den Regeln 18-2, 18-3 und 20-1 vorgeschrieben, zurückgelegt werden. Diese Platzregel gilt ausschließlich, wenn der Ball des Spielers oder sein Ballmarker auf dem Grün liegt und jede Bewegung unabsichtlich ist. Anmerkung: Wird festgestellt, dass der Ball des Spielers auf dem Grün durch Wind, Wasser oder irgend eine andere natürlichen Ursache, wie zum Beispiel die Schwerkraft, bewegt wurde, muss der Ball vom neuen Ort gespielt werden. Ein Ballmarker wird zurückgelegt, wenn er unter diesen Umständen bewegt wurde.

3.11. Zeitlich begrenzte Platzregeln

Zusätzliche und zeitlich begrenzte Platzregeln sind gesondert ausgehängt.

3.12. Spieltempo, Vorrechte

a) Grundsätzlich haben Zweier-Gruppen Vorrecht vor Dreier- und Vierer-Gruppen und Dreier-Gruppen Vorrecht vor Vierer-Gruppen. An Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen gilt die umgekehrte Vorrechts-Folge. Einzelspieler haben kein Vorrecht. Das Spielen in Flights mit mehr als vier Spielern ist unzulässig.

b) Die Runde ist grundsätzlich am 1. Tee (Loch 1) zu beginnen. Der Beginn einer Runde am 10. Tee (Loch 10) ist nur dann zulässig, wenn die gesamte Bahn 9 frei ist oder die Spieler auf Bahn 9 signalisieren, dass sie die Runde hier beenden werden. Spieler, die ihre Runde am 1. Tee begonnen haben, haben jederzeit - auch nach der 9. Spielbahn - Vorrecht vor Spielern, die ihre Runde am 10. Abschlag begonnen haben; sie sind unverzüglich zum Durchspielen aufzufordern. Der Beginn einer Runde an anderen als der 1. und 10. Spielbahn ist nicht erlaubt. Das Abkürzen oder Querspielen durch Auslassen oder Überspringen von Löchern ist nicht zulässig.

3.13. Sicherheit

a) Mit Blitzableiter versehene Wetterschutzhütten befinden sich an der Bahn 1, zwischen den Bahnen 3, 4 und 6 sowie hinter Abschlag 12. Bei Gewitter darf die Golfausrüstung nicht in die Schutzhütten mitgenommen werden sondern ist in ausreichendem Abstand von den Hütten abzustellen.

b) Auf dem Rettungsplan des Golfclubs Coburg sind die Zufahrtswege für den Rettungsdienst gekennzeichnet, die Notrufnummern und mögliche Rettungspunkte angegeben. Im Einsatzfall ist in diesem Bereich das Spiel sofort zu unterbrechen, den Rettungskräften ist der Zugang zum Einsatzortuneingeschränkt freizuhalten. Erste Hilfe – Kästen befinden sich in den Schutzhütten. Ein Defibrillator steht im Clubhaus zur Verfügung.

3.14. Weisungsbefugnis

a) Die Spielleitung, der Marshall, die Golflehrer und die Greenkeeper handeln im Auftrag des Vorstandes. Ihren Weisungen auf dem Platz und Übungsgelände ist Folge zu leisten.

3.15. Platzsperre wegen Wettspielen

Bei Wettspielen wird der Platz bereits vor Beginn des Wettspiels ganz oder teilweise gesperrt. Sollten Wettspielteilnehmer auf vor ihnen spielende, nicht am Wettspiel teilnehmende Spieler treffen, so haben diese den Platz unverzüglich zu verlassen.

4. Besondere Regeln für Wettspiele

Für vorgabewirksame und nicht vorgabewirksame Wettspiele sowie für EDS-Runden gelten zusätzlich zu den Bestimmungen in Abschnitt I folgende Regeln:

4.1. Für Wettspiele und EDS-Runden (vorgabewirksames Privatwettspiel) gelten die offiziellen Golfregeln des Deutschen Golfverbandes einschließlich des Amateurstatutes, die Vorgaben- und Spielbedingungen des Deutschen Golfverbandes, die Rahmenausschreibungen des Golfclubs Coburg e.V. sowie die jeweilige Einzelausschreibung des Wettspieles.

4.2. Ausschreibungen Wettspiele und für EDS-Runden werden durch Aushang und auf der Homepage des Golfclubs bekanntgegeben.

Weitramsdorf, 20.08.2017